Mit BW on HANA hat SAP einiges im Bereich Infoprovider vereinfacht. Das ist allerdings auch notwendig, da sich im gleichen Zug durch neue Möglichkeiten die Komplexität stark erhöht hat.

So wurden die Funktionen der verschiedenen Infoprovider fast vollständig in jeweils einem Infoprovider für persistente und einem Infoprovider für nicht-persistente Daten zusammengefasst. Die Funktionen der verschiedenen DSOs, der PSA sowie des InfoCubes findet man im Advanced DSO wieder, welches ab 7.5 auch Unterstützung für Planungsfunktionen und Bestandskennzahlen liefert. Die Funktionen des InfoSets, MultiProviders, VirtualProviders und des alten CompositeProviders finden sich im neuen CompositeProvider wieder.

 

 

Durch diese neuen Elemente bieten sich auch neue Entwicklungsmöglichkeiten. So unterstützt der neue CompositeProvider zum Beispiel joins und unions zur gleichen Zeit und kann somit zum Reportingzeitpunkt Stammdaten (auch zeitabhängig) dazulesen. Durch die zusätzliche Einbindung von Open ODS Views oder SAP HANA Views können Daten aus Fremdsystemen ohne Datenfluss und ohne existierende Stammdatensemantik in den Quellen dazugelesen werden. Zusammen mit der Reportingmöglichkeit auf jede Schicht des neuen LSA++ Modells ergibt sich eine zusätzliche Flexibilität im Reporting und eine schnellere Erstellung von Prototypen.

Die Voraussetzungen zur Nutzung der neuen Funktionalitäten ist aber neben einer SAP BW Version 7.4 (für manche Funktionen wie z.B. das Advanced DSO mit Planungs- und Bestandskennzahlenfunktion sogar 7.5) die Nutzung der Eclipse Entwicklungsumgebung. Da Eclipse aber die Kernfunktionen des BW Backends mitbringt und auch andere Neuerungen mit sich bringt (man denke beispielsweise nur an eine copy-paste Funktion für berechnete Kennzahlen im Querydesigner) wird nach aktuellem Stand der Großteil von Neuentwicklungen im Eclipse stattfinden.

Jochen
Raab SAP BI Experte

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