Durch unsere Interviewreihe bekommt Ihr Einblicke in unsere Unternehmenskultur und Recruitingprozesse. Philipp Hörner ist Teil des Recruitingteams und erzählt von Verantwortung und Freude Teamfact mitgestalten zu können.

 

Wie sah Dein Werdegang bis jetzt aus?

Ich habe Abi gemacht und dann ein duales Studium in der Fachrichtung BWL mit Logistik begonnen. Von der Firma DB Schenker, bei der ich das Studium gemacht habe, wurde ich übernommen und habe dort als SAP-Projektmanager gearbeitet. Meine Aufgabe war fachliche Anforderungen aus dem Rechnungswesen und dem Controlling in SAP-Sprache zu übersetzen. Direkt technisch durfte ich da leider nicht wirklich arbeiten. Vor zwei Jahren habe ich den Entschluss gefasst mich technisch weiterzubilden. Ich habe dann auf Xing Anfragen von Headhuntern bekommen und die haben mir Kontakte vermittelt. Ich hatte ein paar Gespräche mit anderen Firmen, aber Teamfact war einfach das Beste. Für mich war wichtig, dass ich in eine kleine Firma mit IT-Background komme. Das hat halt gepasst.

Was war für Dich der entscheidende Punkt zu Teamfact zu kommen?

Wie gesagt die Größe und außerdem war der Umgang sehr verständnisvoll.

 

Ich habe zwar drei Jahre mit SAP gearbeitet hast, aber nie programmiert und das war für mich ein großer Schritt. Ich wusste, dass ich noch geformt werden muss. Ich hatte keine Programmierkenntnisse und deswegen natürlich auch ein bisschen Angst. Die wurde mir aber wirklich schnell genommen. Ich wusste aber, dass ich andere Stärken habe, die man, wenn man nur aus dem IT-Background kommt, nicht hat. Ein paar Vorurteile gegenüber Beratern hatte ich damals auch. Zum Beispiel nur noch unterwegs zu sein, weil man mehrere Stationen in einer Woche hat. Da habe ich gemerkt, dass das Horror für mich wäre. Meine Bedenken habe ich sofort angesprochen, aber Teamfact hat klar gesagt: ''Du bist bei einem Kunden''. Sie wollen langfristige Projekte und die Leute langfristig halten, damit die auch Spaß an der Arbeit haben.

Hast Du Angst, dass sich das alles mal ändern könnte, wenn Teamfact weiter wächst?

Ja, das ist immer die Gefahr. Derzeit sind wir achtzehn Mitarbeiter und man hat immer noch diesen persönlichen Bezug zu den Geschäftsführern. Wenn es mal vorkommt, dass man unzufrieden ist, kann man immer zu Pierre gehen. Es wird darüber geredet und man bekommt direktes Feedback. In einem sehr großen Unternehmen hat man zu den Geschäftsführern überhaupt keinen Kontakt mehr. Aber ich denke, die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht hoch. Die Geschäftsführer haben selbst genau unter so etwas einmal gelitten. Deswegen wurde sicher aus den Fehlern der anderen gelernt.

Du hast auch noch andere Aufgaben übernommen. Du führst Bewerbungsgespräche und entwickelst den Recruiting-Prozess mit. Was motiviert Dich dazu das zu tun?

Ich habe das schon in einer früheren Position gemacht. Es gab damals einen Engpass und dann hat mich Tanja gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Mir hat das früher schon gelegen und so bin ich da reingekommen. Ich finde es gut, dass ich die Firma mitgestalten kann. Es gab öfter mal den Fall, dass ein Bewerber da war, der auf dem Papier nicht unbedingt gut aussah. Beim persönlichen Gespräche kann es dann natürlich passieren, dass man sagt „In dem sehe ich aber etwas!“.

Wie gehst Du mit der Verantwortung neue Leute auszusuchen um?

Auf jeden Fall bin ich mir über die Verantwortung bewusst. Ich finde immer, dass vergessen wird, dass man auch eine gewisse Verantwortung gegenüber dem Bewerber hat. Man muss auch sehen, ob das Unternehmen überhaupt etwas für den Bewerber sein könnte. Es ist ein großer Vorteil, dass die Berater bei Teamfact die Bewerbungsgespräche führen. Der Job wird einen erheblichen Teil deines Lebens einnehmen und man muss wirklich dahinterstehen. Der Bewerber braucht wirkliches Interesse und wenn das nicht so ist, tue ich ihm auch keinen Gefallen ihn weiter zu lassen. Deswegen bin ich in den Gesprächen schon offen, denn unser Beruf ist keine Sache, die einem geschenkt wird. Es wird nicht immer alles toll sein, aber das ist in keinem Job so. Die Hauptansprüche im Gespräch sind für mich die persönliche Komponente, aber vor allem muss ich das Interesse des Bewerbers sehen.

Was würdest Du machen, wenn Du Dich ein Jahr nicht um deinen Lebensunterhalt kümmern müsstest?

Ich würde erst mal drei Monate reisen. Wahrscheinlich Cocos Island, weil ich mich seit letztem Jahr sehr für Tauchen interessiere. Dort gibt es so Tauch-Spots. Süd-, Mittel- und Nordamerika würde ich dann auch gerne sehen. Und ich würde gerne schreiben. Das Schöne ist, wenn du ein Jahr frei hast, kannst du auch einfach sagen: ''Ich würde gerne mal ein Buch schreiben''. Es gibt so eine Sache, die nennt man Life-Boat. Da lebst du mehrere Wochen auf dem Boot, kannst aufs Meer fahren und da tauchen. Da hast du unglaublich viel Zeit. Ich finde es eine sehr schöne Vorstellung das zu machen und nebenher zu schreiben. So unrealistisch ist das nicht mal, wenn ich mir da was angespart habe. Warum nicht?

 

 

Sandra
Hofmann Head of Communications

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