Weiter geht es in unserer Interviewserie mit Simone Steinmetzer. Simone berichtet von dem Knackpunkt, sich für die Wirtschaft und gegen eine Karriere an einer Uni zu entscheiden.

 

Wie bist Du zu Teamfact gekommen?

Ich habe vorher an der Universität Duisburg gearbeitet und hatte einen befristeten Vertrag. Dort wollte ich nicht bleiben, sondern lieber mal schauen, was in der Wirtschaft los ist. Ich habe mich auf verschiedenen Messen umgesehen. Unter anderem auf der Talents in München und da habe ich dann die Tanja getroffen. Es war sogar mein allererstes Gespräch auf dieser Messe und es ist direkt super gelaufen. Ich hatte noch ein persönliches Gespräch mit Andreas und letztendlich ist es dann experic, also das heutige Teamfact geworden.

Was hast Du an der Universität Duisburg gemacht?

Ich habe dort am Institut für Soziologie im Bereich Record Linkage geforscht, also dem Verlinken von Datensätzen. Dabei ging es darum, wie man anonymisierte Datensätze am besten vergleichen kann. Man arbeitet mit Daten, die nicht veröffentlicht werden dürfen, zum Beispiel aus Krankenhäusern und will diese Daten mit anderen Daten aus verschiedenen Registern abgleichen. Da ging es dann darum, sich Verschlüsselungsverfahren anzusehen, die Datensätze anonymisieren, aber trotzdem einen guten Abgleich der Daten zulassen.

 

Kannst Du von der Erfahrung, die Du dort gemacht hast, jetzt noch was anwenden?

Ich habe dort mit C++, Python und R programmiert. Meine wenigen Programmierkenntnisse aus dem Studium wieder aufgefrischt und das hilft mir jetzt schon. Ansonsten ist es nicht direkt dasselbe Gebiet.

Was hat Dich dazu bewegt Dich für Teamfact zu entscheiden?

Zunächst die beiden sehr netten, sympathischen Gespräche. Das Gesamtpaket hat gestimmt. Es wird viel Wert auf die Menschen gelegt. Mich hat auch das SAP-Umfeld interessiert. Damals wusste ich zwar noch nicht viel davon, aber ich habe mich informiert und fand das sehr interessant.

Was hält Dich bei Teamfact?

Ich bin nun schon fast zwei Jahre dabei. Mich halten die netten Leute im Team, die abwechslungsreichen Tätigkeiten und die interessanten Projekte. Die Arbeit mit den Tools der SAP-Landschaft macht mir natürlich auch Spaß.

Was ist für Dich der größte Unterschied zwischen der Arbeit in der Wirtschaft und Deinem Job an der Uni?

Es ist zwar beides Projektarbeit, aber anders organisiert. In der Wirtschaft ist man mit dem Kunden zusammen, muss dessen Wünsche und Anforderungen absprechen und schauen, ob und wie man diese am besten umsetzten kann. Es geht auch um die Beratung, wie man etwas anders und besser machen könnte. Projektarbeit an der Universität ist anders. Man hat ein Forschungsthema und ein Ziel auf das man unter Umständen mehrere Jahre lang hinarbeitet. Es ist aber anfangs nicht klar, ob man dieses Ziel auch erreichen kann. Das stellt sich erst im Laufe der Forschungsarbeit heraus. Jetzt geht es eher um die Beratung und die Interaktion mit dem Kunden. Die Unterstützung im einzelnen Projekt dauert meist nicht mehrere Jahre und ist abwechslungsreicher, dynamischer. Man sucht natürlich in beiden Jobs Lösungen, aber es ist eine andere Art von Suchen.

Wie kam es zu der Entscheidung Dich nicht nochmal an der Uni zu bewerben, sondern in die Wirtschaft zu gehen?

Ich habe die Abwechslung gesucht und gedacht, wenn ich mich noch einmal an der Uni bewerbe oder promovieren möchte, forsche ich mehrere Jahre lang an ein und demselben Thema. Das hätte mich auf Dauer gelangweilt, denke ich. Meine Arbeit im Front-End-Bereich dieses Jahr fand ich sehr schön. Wenn ich zum nächsten Kunden wechsle, dann könnte es wieder der Back-End-Bereich sein. Da habe ich auch noch viel zu lernen und das finde ich auch sehr interessant.

Was sind Deine täglichen Herausforderungen im Arbeitsalltag?

Da ist zum einen die Abstimmung mit dem Kunden, die nicht immer ganz einfach ist, weil der Kunde vielleicht im Laufe der Projektzeit andere Vorstellungen oder weitere Wünsche entwickelt. Natürlich auch die technische Herausforderung, die Anforderungen so umzusetzen, wie sie gewünscht werden. Das ist nicht mit jedem Tool gleich gut möglich. Da gilt es dann Lösungen zu finden oder Alternativen vorzuschlagen.

Sandra
Hofmann Head of Communications

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